Ich verfüge über 40 Jahre Erfahrung in allen Bereichen und verschiedensten Rollen der Entwicklung geschäftskritischer Software, davon 22 Jahre als fachlicher Leiter des verteilten (DE, Nearshore) Entwicklungsteams einer im validierten Umfeld der Pharmaindustrie erfolgreichen, komplexen ERP-Software. Mit Softwarearchitektur, Implementation, Tooling, Konfigurations- und Releasemanagement sowie Fragen des Deployments, des Update-Management und der Wartung war ich langjährig federführend direkt befasst. Qualitätsmanagement ist mir als langjähriger QS Master nach GAMP-Definition und Autor verbindlicher Implementationsstandards zur zweiten Natur geworden. Nach Anfängen mit C/C++ im UNIX-Umfeld arbeitete ich vorwiegend mit dem Microsoft-Technologiestack, erweitert um aktuelle Webtechnologien wie Angular. An meine beruflichen Anfänge im UNIX-Umfeld anknüpfend, setze ich, vom Laptop bis zum Vereinsserver, seit 30 Jahren auch intensiv Freie Software und Offene Standards ein. - Als Elektroingenieur bringe ich Verständnis auch komplexer Hardware mit.
Ich habe stets die Reifung klassischer Ingenieurstugenden in einem weiten Spektrum angestrebt: von der technischen Fantasie, tragfähige, auch unorthodoxe Lösungen zu sehen, wo sich andere auf Standardvorgehensweisen beschränken, über eine gewisse Unbedingtheit im Denken, die das Ausblenden unbequemer Fakten und begrenzender Implikationen vermeidet, bis hin zur kontinuierlichen, kommunikationsstarken Einbindung aller Teammitglieder. Ebenso wichtig sind eine weit über den technischen Tellerrand hinausgehende, ernsthafte Beschäftigung mit den Bedürfnissen, Zielen und Denkweisen der Anwender, Grundkenntnisse der fachlichen Domäne sowie langfristig strategisches Denken mit kritischem Blick auf technologische Entwicklungen. Letzteres erscheint mir mit Blick auf langfristigen Erfolg und verlässliche Akzeptanz besonders wichtig. Die stets wache und kritische Beobachtung bestehender Lösungen und der dahinterstehenden Konzepte und Realitäten offenbart deren nutzbare Chancen ebenso mittel- und langfristig problematische Randbedingungen und Fehlstellen.
Nicht zuletzt halte ich die konsequente Einbettung meines beruflichen Denkens in die Realitäten und Entwicklungen unseres freiheitlich-demokratischen Gemeinwesens und die Werte einer aufgeklärten Gesellschaft für unabdingbar. Deren Nutzanwendung im Technischen interessiert mich zunehmend, ebenso wie die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen und die Vermittlung eines stets gesellschaftlichen Belange einbeziehenden technischen Denkens. Dieser Primat des Menschen wie des Menschlichen führt auch auf eine Grundskepsis gegenüber dem unreflektierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), ohne deren unbestreitbaren Nutzen bei wohldefinierter Beschränkung auf begrenzte Domänen zu verkennen.
